Gründachkataster startet in vier Kommunen im Kreis Gütersloh

Ein grünes Hausdach ist nicht nur optisch ein Blickfang, auch praktisch hat es viel zu bieten. Mit der Initiative Grün sucht Dach, die der Kreis Gütersloh aktuell mit den Kommunen Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg und Steinhagen startet, sollen die Vorteile von begrünten Dächern ins Bewusstsein der Hausbesitzer und Unternehmer gebracht werden.

Wesentlicher Bestandteil der Initiative sind örtliche Gründachkataster, die der Kreis für die beteiligten vier Kommunen in einem gemeinsamen Webauftritt zusammengeführt hat. Ab sofort können Gebäudeeigentümer in den genannten Kommunen also kostenlos und ohne großen Aufwand prüfen, wie gut sich ihr Dach für eine Begrünung eignet.

Dazu gibt es Hinweise zu Planung und Bau einer eigenen Gründachanlage und Links auf weiterführende Seiten. Zudem halten die Kommunen und der Kreis Broschüren zum Thema bereit und präsentieren den Online-Check erstmals auf der Baumesse in Rheda-Wiedenbrück. Nach einer einjährigen Testphase soll das Gründachkataster auf weitere Kommunen ausgedehnt werden.

Optik und Anwendung sind fast identisch mit dem bereits bekannten Solardachkataster im Kreis Gütersloh. Über die Auswahl von Ort, Straße und Hausnummer kann man zügig zum eigenen Gebäude navigieren. Anhand der Dachneigung wird bestimmt, wie gut das Gebäude sich für ein Gründach eignet, angezeigt durch unterschiedliche Färbungen. In der Detailanalyse werden für das angeklickte Haus zum Beispiel die eingesparte Abwassermenge und -gebühr sowie die Kohlendstoffdioxid-Bindung und der gehaltene Feinstaub errechnet. Zusätzlich kann man sich eine Liste mit geeigneten Pflanzenarten anzeigen lassen. Diese richtet sich nach dem Beschattungsgrad und der geplanten Nutzung.

Das Gründachkataster der Stadt Rietberg ist etwas anders aufgebaut. Dort gibt es schon seit einigen Jahren ein Gründachkataster, welches über einen anderen Anbieter realisiert wurde. Die Funktionalitäten sind jedoch sehr ähnlich.

„Das Ergebnis des Online-Checks stellt eine grobe Ersteinschätzung dar. Es ersetzt keine Prüfung der konkreten Standortgegebenheiten (wie zum Beispiel Statik) und individuelle Beratung durch Experten vor Ort“, erklärt Wilhelm Gröver, Leiter der Abteilung Umwelt des Kreises Gütersloh. „Neben dem Klima-, Hochwasser- und Naturschutz profitieren Hauseigentümer auch ganz unmittelbar von einem Gründach“, stellt Ursula Thering, Klimaschutzbeauftragte des Kreises, heraus. „Das Gebäude wird optisch aufgewertet, das Gründach senkt durch seine dämmende Wirkung die Heizkosten, das Kleinklima in der Umgebung des Menschen verbessert sich, es fällt weniger Feinstaub und Abwasser an.

„Wegen der vielen ökologischen Vorteile haben wir bereits im vergangenen Jahr ein Förderprogramm zur Dach- und Fassadenbegrünung aufgelegt“, erklären Gabriele Knabe von der Stadt Gütersloh und Gabriele Siepen von der Gemeinde Steinhagen. In den Städten Rheda-Wiedenbrück und Rietberg sind vergleichbare Förderprogramme konkret in Planung. Peter Rapp, Leiter der Abteilung Grünflächen der Stadt Rheda-Wiedenbrück, und Svenja Schröder, Klimaschutzmanagerin der Stadt Rietberg, heben positiv hervor: „Die Initiative ‚Grün sucht Dach‘ ist für die Kommunen und den Kreis auch ein weiterer Schritt in Richtung regionale Zusammenarbeit beim Klimaschutz und wichtiger Baustein zur Klimafolgenanpassung.“ 

Das Gründachkataster kann ab sofort unter www.gruendach-kreis-gt.de abgerufen werden. Informationen zu weiteren Aktivitäten der Initiative Grün sucht Dach im Kreis Gütersloh sind unter www.alt-bau-neu.de/kreis-guetersloh oder bei der Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises unter Telefon 05241- 85 2762 oder per E-Mail an U.Thering@kreis-guetersloh.de erhältlich.

Zum Thema: ‚Grün sucht Dach‘ auf der Baumesse in Rheda-Wiedenbrück:

Das neue Gründachkataster und die lokalen Förderinstrumente werden erstmals am ALTBAUNEU-Stand auf der Baumesse (31. Januar bis 2. Februar) vorgestellt. Am zweiten und dritten Messetag unterstützt Holger Zwirner, ein Experte des Bundesverbandes GebäudeGrün e. V. aus Berlin, die städtischen Mitarbeitenden bei der Beratung zur Dach- und Fassadenbegrünung. Am 1. Februar hält er zudem um 14 Uhr mit einem Experten der Dachdecker-Innung einen kostenfreien Verbraucher-Vortrag zum Thema. Für Architekten, Ingenieure, Planer und weitere Bau- und Immobilienfachleute haben der Kreis und die Kreishandwerkerschaft am gleichen Tag von 10.30 bis 13.30 Uhr eine Fortbildungsveranstaltung zur Dach- und Fassadenbegrünung organisiert. Für das Fachseminar ist eine Anmeldung per Mail an baumesse@kreis-guetersloh.de bis zum 22. Januar erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Werfen Sie auch einen Blick auf das gesamte Vortragsprogramm.

Landschaftsplan Gütersloh – Ende der Einwendungsfrist

In den vergangenen 5 Monaten hatten Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung Einwendungen zum Landschaftsplan Gütersloh vorzubringen.

Die Einwendungsfrist endete am 31.03.2018!

Die vorgebrachten Einwendungen – sei es im Rahmen der erstmals angebotenen Online-Beteiligung oder über die bereits bekannten Wegen wie Bürgersprechstunden und schriftliche Eingaben – werden nun durch die Gremien beim Kreis Gütersloh gewertet und beraten. Der Kreistag entscheidet dann, wo den Eingaben gefolgt und der Plan noch einmal geändert wird.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Sie erst im Anschluss an die Beratungen – voraussichtlich Herbst 2018 – eine Nachricht zur Wertung Ihrer Eingabe erhalten.

Im Rahmen der Öffentlichen Auslegung besteht erneut die Möglichkeit, den Plan einzusehen und sich zu äußern, bevor er durch einen Satzungsbeschluss des Kreistages und eine Anzeige bei der Höheren Naturschutzbehörde rechtskräftig wird.

Landschaftsplan Gütersloh – frühzeitige Bürgerbeteiligung jetzt auch Online

Nach zwei Jahren Bearbeitung liegt nun der Vorentwurf des Landschaftsplans Gütersloh vor. Betroffene Eigentümer und Pächter sowie alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung ihre Einwendungen abzugeben. Die Einwendungsfrist läuft bis zum 31.03.2018.

Was ist ein Landschaftsplan?

Der Landschaftsplan Gütersloh besteht aus zwei Karten – der Entwicklungszielekarte und den Festsetzungen – sowie jeweils einem zugehörigen Textteil. Die Entwicklungszielekarte stellt die verschiedenen Landschaftsräume und die Ziele zur Entwicklung von Natur und Landschaft dar. Die Entwicklungsziele sind behördenverbindlich und betreffen die Bürger nur indirekt.

Die Festsetzungskarte weist in besonders schutzwürdigen Landschaftsteilen Schutzgebiete aus und setzt Pflege- und Entwicklungsmaßahmen fest. Die Festsetzungen gelten für jeden Bürger unmittelbar. Bei der Umsetzung der Maßnahmen gilt aber das Prinzip der Freiwilligkeit.

Einige grundlegende Informationen haben wir für Sie hier zusammengestellt.

Wie geht es weiter?

Bis Ende März 2018 nimmt der Kreis Ihre Einwendungen entgegen. Im Anschluss werden sie gewertet und beraten. Der Kreistag entscheidet dann, wo den Eingaben gefolgt und der Plan noch einmal geändert wird. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Sie erst im Anschluss daran – voraussichtlich Herbst 2018 – eine Nachricht zur Wertung Ihrer Eingabe erhalten.
Im Rahmen der Öffentlichen Auslegung besteht erneut die Möglichkeit, den Plan einzusehen und sich zu äußern, bevor er durch einen Satzungsbeschluss des Kreistages und eine Anzeige bei der Höheren Naturschutzbehörde rechtskräftig wird.